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Der 1. April ist ein riskanter Termin für ein Treffen mit dem Präsidenten Kirgistans. Doch dass es Almas Atambayev am Mittwoch nicht zur Eröffnung der Ausstellung „Die Deutschen in der Geschichte Kirgisistans“ im Zentrum Berlins in die Voßstrasse schaffte, war nicht einem Aprilscherz, sondern dem angespannten Terminplan für die Gespräche im Kanzleramt geschuldet.

Aber der kirgisiche Vizepremier Valerij Dill war auch ein interessanter Gesprächspartner und wir trafen unter den vielen Gäste natürlich viele gute Bekannte wieder.

Ganz besonders freuten wir uns, dass auch Dr. Haas, der Honorarkonsul Kirgistans in Bremen und Ehrenmitglied unseres Vereins, zusammen mit seiner Frau den Weg nach Berlin nicht gescheut hatte.

Und es gab auch interessante neue Kontakte. Zum Beispiel Frau Margaretha Böhm, Honorarkonsulin Kirgistans in Niedersachsen. Sie erzählte von Ihrer Arbeit und interessierte sich für unsere Projekte. Oder Dr. Beate Eschment, Herausgeberin der Zentralasien-Analysen. Unter diesem Titel werden regelmäßig kompetente Einschätzungen aktueller politischer, wirtschaftlicher,

sozialer und kultureller Entwicklungen aus der Region verfügbar gemacht, und zwar auf der Basis wissenschaftlicher Forschung zu Politik, Wirtschaft und Medien. Hier der Link für alle, die mal nachschauen oder sich vielleicht gleich für ein (kostenloses!) Abo registrieren lassen möchten: laender-analysen.de

Zurück zur Ausstellung. Sie gibt einen informativen Überblick über zweihundert Jahre deutsch-kirgisischen Zusammenlebens in Kirgisistan. Die Rolle deutschstämmiger Forscher, Politiker und Militärs bei der Erschließung des Landes wird dokumentiert. Viel Raum nehmen Bilder aus dem Leben deutscher Umsiedler im 19. Jahrhundert aber auch zur Zwangsumsiedlung zehntausender Wolgadeutscher im Spätsommer 1941 und ihrem Neustart unter schwierigsten Bedingen ein. Ende der 1980er Jahre waren die mehr als 100 000 Deutschen die drittgrößte Volksgruppe in Kirgistan, mit großem Einfluss auf Kunst, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Auch das Thema Übersiedlung nach Deutschland und die heutigen kulturellen Kontakte werden dargestellt. Die Ausstellung wurde ursprünglich von der INITIATIVE ROSA OTUNBAYEVA für Kirgistan konzipiert und ist nun erstmals und nur für kurze Zeit auch in Berlin zu sehen, und zwar bis zum 22.4.2015 in der Voßstrasse 22 in den Räumen der Deutschen Gesellschaft e. V..

Übrigens läßt sich ein Bildungsbesuch sehr schön mit einem Shopping-Bummel kombinieren: die MALL OF BERLIN ist gleich nebenan. Also laßt Euch die Chance nicht entgehen!

Zur Bildergalerie „Die Deutschen in der Geschichte Kirgisistans“ geht es hier.

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